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Chronik 1941 bis1945


                                                                             

1941

Am Tag nach Fronleichnam fasst der Kirchenvorstand St. Remigius den Beschluss, die St. Josefgemeinde zur eigenen Pfarrei zu erheben.  Im August wird dies in der Zeitung durch den Herrn Oberbürgermeister bekanntgegeben. Ende des Jahres kommt die Nachricht, dass die Gemeinde ab 01. November 1941 zur Pfarrei erhoben ist. Laut Urkunde vom 19. Dezember wird der derzeitige Pfarrvikar Friedrich Wille zum ersten Pfarrer der neuerrichteten Pfarrei St. Josef ernannt.

Im August kann in einer schlichten Feierstunde die neue Orgel eingeweiht werden. Deren Beschaffung ist angesichts des Krieges eine schwere Geburt. Zunächst sollte eine neue Orgel in Auftrag gegeben werden. Da der Orgelbaubetrieb jedoch stillgelegt wurde, kauft die Gemeinde schließlich eine gebrauche Orgel. Diese muss jedoch selbst von Bonn nach Dortmund transportiert werden, Als endlich die Orgel mit der Eisenbahn unterwegs ist, gerät der Transport in einen Fliegerbombenhagel. Die Vorderwand und der Spieltisch werden stark beschädigt. So dauert es über ein Jahr, bis die Orgel einsatzbereit in der Kirche steht.

1942

Am 18. Januar wird die Erhebung der Gemeinde zur Pfarrei gefeiert. Damit verbunden wird Fridrich Wille als erster

Pfarrer der Gemeinde eingeführt. Die Festpredigt hält der Pfarrer der Muttergemeinde; Franz Koch. Als Leviten wirken die

beiden früheren Pfarrvikare von St.  Josef, Pfarrer Josef Klein und Pfarrer August Stöcker, mit. Trotz schwieriger

wirtschaftlicher,  politischer und kirchlicher Verhältnisse bildet sich dazu eignes ein Kirchenchor, der die Feier verschönert.

Im Februar wird der erste Kirchenvorstand gewählt.


1943

Am 04. Mai wird die3 Josefkirche bei einem Bombenangriff beschädigt. Von Mengede an werfen die Flieger längs der Bahnlinie einen "Bombenteppich". Die Schäden am Dach der Kirche und des Pfarrhauses werden durch freiwillige Arbeitskräfte provisorisch behoben. Die Fenster der Kirche werden erst im Oktober notdürftig  hergestellt.  Die Risse in den Gewölbebögen bleiben vorläufig.

Pfarrer Wille schreibt zur Situation:

Das verflossene Jahr war mehr als die Vorjahre ein Jahr Kriegsnot: Für manchen wurde der Ruf aus der Nor ein Ruf zu Gott. Anderseits konnte man auch Haßgesänge gegen Gott und die Kirche hören.

1945

Das Kriegsende schildert Pfarrer Friedrich Wille in der Gemeindechronik:

In der Osterwoche  fiel der Gottesdienst aus. Am Donnerstag kam der Amerikaner. Er ging in alle Häuser und durchsuchte alles. Manches Haus wurde ausgeplündert. Besonders übel erging es den Familien, die das Hitler-Bild noch hängen hatten. Wo die Soldaten ein Kreuz oder religiöse Bilder fanden, plünderten sie nicht. (Kirche und Pfarrhaus hat kein Amerikaner betreten)…

Die Folge war, dass jetzt mit einem Mal alles katholisch war. In der Kolonie wurde Pastor gegrüßt von Leuten, die jahrelang keine Kirche von innen gesehen hatten. Aber jetzt waren sie „echt katholisch“. In der Nacht nach dem Einmarsch der Amerikanern haben die Deutschen von Castrop her ihre letzten Granaten

auf die Kirche abgefeuert. 3 Treffer beschädigten das Dach.


Einführung von Pfarrer Wille am 18.Januar 1942

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